Information

Unterstützung in allen Lebenslagen und allen Hundefragen

 

Information

 

 

Es gibt diverse Methoden Hundeerziehung zu praktizieren und Hunde zu trainieren.

Allgemein bedeutet Hundetraining, dass der Hund zusammen mit seinem Menschen lernen darf.

Die verschiedenen Ansätze vereinen sich am Hund. Ein Hund ist kein mysteriöses Wesen, dumm sind Hunde ebenfalls nicht, sie sind einfach gestrickt und folgen klaren tierischen, aus ihrer Sicht logischen Grundsätzen.

 

Da jeder Mensch etwas anderes von seinem Hund erwartet, ist das Angebot riesig, es gibt zum Beispiel Agility und Hundetanz, Anti-Jagd-Seminare, Jagdhunde-Ausbildungen, Hundeschulen, Welpenspielstunden, Rudelseminare, Doga, Therapiehundeausbildungen und Gebrauchshundeausbildungen. Die Hundewelten und das Angebot scheinen fast unendlich.

Doch steht oft eine Industrie dahinter, welche Gewinn erzielen möchte, deshalb ist nicht alles sinnvoll, was es gibt. Vor allem bei Hundespielzeugen gibt es vieles, was nur der Gewinnmaximierung, nicht aber dem Wohle des Hundes dient.

 

Hunde haben bei uns diverse Aufgaben zu erfüllen, weil sie es können.

Ob Polizeihund, Rettungshund, Blindenhund, Schulbegleiter, Therapiehund, Familienhund, Wachhund, Hofhund, Hütehund, Spürhund, Jagdhund, jede Aufgabe wird von ihnen mit Hingabe erfüllt.

 

Da man seinen Hund nicht überall hin mitnehmen kann, arbeiten muss oder auch einmal in den Urlaub fliegen möchte, gibt es mittlerweile ein breites Angebot für die Unterbringung von Hunden:

Ob Hundetagesstätte (auch Huta genannt), Hundekindergarten, Tierhotel, Hundepension, Gassigeh- Service, Tierbetreuer oder Familienunterbringung.

Schauen Sie sich die Räumlichkeiten und Umgebung genau an und klären Sie die wichtigsten Fragen. Wichtige Fragen sind zum Beispiel:

Wo ist der Schlafplatz? Wie oft und wie lange wird mein Hund spazieren geführt? Wie sieht so ein Spaziergang aus? Sind andere Hunde dabei? Was sind das für Hunde? Wer geht mit den Hunden?

Wie läuft die Fütterung ab? Wie sieht der gesamte Tagesablauf aus?

Lassen sie ihren Hund nicht einfach mal schnell bei augenscheinlichem Fachpersonal. Schauen Sie sich ruhig an, wie der Betreuer mit Hunden umgeht. Einen Spaziergang dürfen Sie sicher begleiten. Wenn Sie sich nicht alles anschauen dürfen und/oder Ihre Fragen zur Unterbringung nicht geklärt werden, nehmen Sie Abstand.

Das günstigste Angebot ist nicht immer das beste Angebot. Nehmen sie sich Zeit für die Entscheidung, es gibt genügend Auswahl, um das richtige Angebot für jeden Hund zu finden.

Sie wollen sicher keinen traumatisierten, veränderten Hund zurück nach Hause holen.

 

Hunde aus dem Ausland sind besonders zu betreuen, sie sind oft unsicher und/oder aggressiv, außerdem haben sie als Straßenhunde gelernt sich selbst zu versorgen.

Doch in unserer Gesellschaft ist es wichtig das Hunde sich an ihren Haltern orientieren, sie müssen lernen dem Menschen zu folgen und zu vertrauen, auch wenn sie schlechte Erfahrungen mit der Spezies Mensch gemacht haben.

 

Es gibt spezielle Hunderassen mit speziellen Bedürfnissen, welche zum Teil nicht trainierbar sind, aber diese Sonderfälle sind nur in einem verschwindend geringem Anteil unter den "Haushunden".

In der Regel lassen sich 97% aller Hunde trainieren, bzw. therapieren.

 

 

 

Problemhundtherapie nach SDTS (R)

 

(Problemhundtherapie mit System, seit Jahren bewährt und vom TÜV zertifiziert)

 

Die Therapie von Problemhunden bedeutet, dass auch Probleme, welche sich über Jahre aufgebaut und manifestiert haben, in wenigen Tagen dauerhaft gelöst werden können.

 

 

 

 

Was braucht also ein Hund?

 

Grob überschlagen, braucht er einen Anführer mit klaren Kommandos, an dem er sich orientieren kann, der nicht aggressiv, sondern konsequent ist. Er braucht einen Halter, dem er zutrauen kann Situationen zu klären und ihn sicher durchs Leben zu führen.

Zudem braucht ein Hund 16-20 Stunden Schlaf am Tag, er braucht 2-3 mal am Tag Fleisch und Knochen (ca. alle 6 Stunden). Außerdem benötigt ein Hund 1mal in der Woche Fellpflege vom Menschen, Spaziergänge und tägliche Kopfarbeit als Aufgabe (jeder Hund hat in einem Rudel eine Funktion zu erfüllen), einen bequemen Platz und immer frisches Wasser.

 

 

 

Was braucht er nicht?

 

 

 

Welpenspielgruppen:

 

Es gibt hier die verschiedensten Angebote, ich empfehle Ihnen keines davon zu nutzen.

 

Von Gruppen mit bunten Spielwiesen, wo es Ballgruben wie im menschlichen Kinderparadies gibt, Wippen und Rutschen und wilde Gebilde aus Bändern, welche den Welpen für den Alltag fit machen sollen. Doch wo im Hunde- oder Menschenalltag findet man diese bunten Hindernisse?

Außer in Spieleparadiesen wie dem Sumsum Kiel, in welche Hunde nicht dürfen.

 

Dann gibt es noch die gemischten Gruppen, wo die kleinen von den großen lernen sollen.

In solchen Welpengruppen werden die kleinen zusammen mit erwachsenen Hunden meist in ein Gehege gesteckt, weg vom Menschen. Die Welpen toben herum, den größeren wird das irgendwann zu viel und sie klären die Situation auf Raubtierart.

Welcher Teenager, Erwachsener oder gar Senior hat schon Lust sich regelmäßig zwangsweise um eine Horde herum tobender Kleinkinder zu kümmern, die ständig nur rempeln und raufen wollen und/oder ihm pausenlos das Gesicht abschlecken?

Hierbei wird eine Aggression gegen Artgenossen beim älteren Hund provoziert, sowie eine Artgenossenaggression bei den Welpen.

Und als letztes noch die reinen Welpengruppen, die Welpen müssen zusammen "spielen", der Mensch steht hierbei im Abseits. Die Welpen laufen raufend hin und her und mit der Zeit wird das "spielen" immer heftiger.

Und wenn die Hunde irgendwann Hilfe suchend zu ihren Haltern laufen und sie anspringen, kommt von den Gruppenleitern dann meist nur:

"Das müssen die unter sich klären, mischen Sie sich nicht ein".

Doch was zeigt es ihrem Hund, wenn Sie sich trotz seiner Bitte um Schutz nicht regen?

Er lernt das er sich nicht auf seinen Menschen verlassen kann, dass, wenn es hart auf hart kommt, er für sich entscheiden muss, weil sein Mensch nicht präsent ist und nicht reagiert.

Und das endet dann oftmals vorbeugend in einer Artgenossenaggression, denn bevor ein anderer Hund wieder Schmerzen zufügen kann, geht dieser Hund lieber als erstes nach vorn.

Getreu dem Motto: "Angriff ist die beste Verteidigung"

 

80% aller Artgenossenaggressionen entstehen in Welpenspielstunden, ein Welpe kann nichts von anderen Welpen lernen.

 

 

 

Hetzen/Jagen - Ballspielen

 

Ein typischer Haushund muss nicht jagen, er bekommt sein Futter von seinem Menschen.

Es gibt viele sogenannte Ball Junkies unter Hunden, es handelt sich dabei um eine richtige, ernst zu nehmende Sucht. Ein echter Ballsüchtiger kann nicht mehr ohne seinen Ball leben, denkt er.

So ein süchtiger Hund bellt seine Halter an, verbellt sie, um an sein Suchtmittel zu gelangen.

 

Ja, es ist bequem seinen Hund durch Bälle auszupowern, doch ist es auch genauso kontraproduktiv, wenn man sich einen ausgeglichenen, entspannten Hund in allen Alltagssituationen wünscht.

Besser ist es seinen Hund kopfmäßig auszulasten, ihn in Verbindung zu seinem Halter lernen zu lassen. Ein Hund ist genauso gut beschäftigt und wird genauso müde von 5 Minuten Kopfarbeit, wie von 30 Minuten Ball spielen. Es ist nie zu spät einen anderen Kurs einzuschlagen.

 

Ich habe zum Beispiel einen Hund gesehen, der nach einem 3 stündigen Spaziergang, inklusive Ballspielen, noch immer an der Terrassentür wimmerte und scheinbar nie genug bekommen konnte.

Nachdem ich 5 Minuten ruhiges Kopftraining mit diesem Hund gemacht habe, legte er sich hin und schlief erst einmal 20 Minuten. Seine Halter konnten kaum glauben, dass ihr Rüde nun nach so kurzer Zeit eine Ruhepause einlegte:

"So kennen wir unseren Hund gar nicht, der bekommt sonst nie genug".

Ein Hund, der lernen und folgen darf, ist ausgelastet. Der Aufwand ist gering.

Bei keinem Hund sind 3 Stunden-Spaziergänge und ständige Ballspiele erforderlich.

 

Ein Wolf würde niemals unsinnig Energie verschwenden.

 

 

 

Bestrafung

 

Durch Bestrafung lernt ein Hund nichts. Er lernt wie der Mensch auch vor allem aus Erfahrungen und Vorbildern, aus klaren Grenzen und aus der Bestätigung für richtiges Verhalten und Erfolge.

Unangemessene Bestrafung und Anschreien hinterlässt auch bei Hunden keinen Lernerfolg.

Nicht nachvollziehbare Bestrafungen machen Hunde entweder aggressiv oder unsicher, aber in beiden Fällen werden sie sich nicht mehr an ihrem Halter orientieren, denn dieser ist für den Hund nicht einschätzbar und kann so auch keine Sicherheit geben.

 

Egal ob Stromhalsband, Halti, Stachelhalsband (auch verharmlosend Stachler genannt), Wurfdisc, Rütteldose, Wasserflasche, Sprühpistole, Würgehalsband, Sprühhalsband (Anti-Bell-Halsband), Schläge, Tritte, Schnauzengriff, Nacken schütteln, Schreien, Leinenruck u.a., alles sind unnötige Hilfsmittel und Methoden der Bestrafung.

Natürlich geht ein Hund nicht mehr in die Nähe eines Zauns, wenn er dort einen Stromschlag von seinem Halsband bekommen hat, aber er hat dort nichts gelernt. Er hat nicht gelernt, dass der Mensch nicht möchte, dass er weiter geht, sondern nur das es schmerzvoll ist weiter zu gehen.

Wäre jedoch die Beziehung zu seinem Halter stark genug, dann müsste der Halter nur anzeigen, dass der Hund nicht weiter soll und der Hund würde gerne folgen.

 

Und natürlich schaut ein Hund uns an, wenn wir an der am Halti fest gemachten Leine ziehen. Jedoch ist das auch ein sehr guter Weg, um seinem Hund chronisch zu schaden.

 

Aussagen wie, "Der weiß genau, dass er das nicht darf", sind falsch. Ein Hund ist niemals hinterhältig oder aufmüpfig, er würde nie absichtlich etwas gegen Ihren Willen oder Ihre Regeln tun.

Ihr Hund will Ihnen gefallen und sich richtig verhalten. Aber er ist ein Hund und handelt aus Hundesicht.

Verhält sich der Hund nicht wie er soll, hat er nur noch nicht verstanden, was genau von ihm erwartet wird. Und wir haben noch nicht richtig erkannt, was dieses unerwünschte Verhalten auslöst.

 

 

 

Mehrhundehaltung

 

Die meisten Hunde brauchen keinen zweiten Hund im Haushalt. Ein anderer Hund bedeutet für einen Hund, dass es eine Konkurrenz für die gleichen Ressourcen gibt, sei es Futter, der bequeme Platz oder der Mensch und dessen Aufmerksamkeit. Für das Raubtier Hund geht es bei Ressourcen um das reine Überleben.

Es gibt dann einen Konkurrenten, der ebenfalls seine Ressourcen für sein Überleben sichern möchte. Das kann gut gehen, aber genauso gut auch nicht, der Mensch muss regulierend dazwischen stehen. Es gibt zahlreiche Hunde, die sich auch nach Jahren des Zusammenlebens auf einmal bis aufs Blut bekämpfen und in einer Übersprungshandlung auch ihre Halter beissen, nur weil an diesem Tag diese eine Ressource so begehrenswert und überlebenswichtig erscheint, dass keiner der Hunde zurück stecken wollte.

Ich habe so eine Halterin getroffen bei der es nach 3 Jahren des Zusammenlebens mit zwei Hunden zu solch einem Vorfall kam. Obwohl ihre Hunde sie nicht gemeint hatten, als sie zugebissen haben, so war doch ein Stück aus ihrem Unterarm gerissen, Knochen und Sehnen konnte man nach diesen Bissen sehen. Einer der Hunde musste gehen. Die Hunde entspannten sich getrennt voneinander und die Halterin erkannte, dass beide Hunde von Anfang an gestresst voneinander gewesen waren.

Sie schliefen viel zu wenig, waren unruhig und hechelten, schlangen Futter, liefen ständig umher und kontrollierten jeden Schritt des anderen Hundes.

 

Ein Hund braucht keinen anderen Hund, er kann mit anderen Hunden klar kommen, es kann funktionieren, aber er braucht sie nicht.

 

 

 

Hunde sind Lebewesen

 

Es gibt unzählige Hunderassen und Mischungen, doch auch der kleinste Hund ist ein richtiger Hund, der genau wie seine Doggen-, Schäferhund-, Labrador-, Border Collie-, Terrier- und Boxer-Artgenossen die gleichen Bedürfnisse, Triebe, Fähigkeiten und Instinkte hat.

Und auch die Sprache ist bei allen Hunden gleich. Auch nach mehr als 100.000 Jahren der Domestikation vom Wolf zum Haushund sind die Sprache, der Futterbedarf und das Grundbedürfnis unverändert geblieben.

Es ist gut, dass es Fernsehsendungen mit Martin Rütter, Cesar Millan oder Maja Maike Novak gibt.

Sie klären die Allgemeinheit auf, dass ein Hund mehr als ein Sachgegenstand ist.

Ein Hund braucht mehr, als nur regelmäßiges Fressen und den "Gassi Gang" zum Entleeren. Sie schärfen unsere Wahrnehmung in Sachen Hund und das ist gut so.

So unterschiedlich die Methoden auch sind, es ist gut sich mehr mit unseren treuen Begleitern auseinander zu setzen und unsere Gesellschaft sensibler für dieses Thema zu machen.

Hunde leben überall unter uns, sie sind keine Sachen und funktionieren nicht auf Knopfdruck.

Sie haben Bedürfnisse und fühlen Schmerz, sie leben im Moment und wollen leben.

Sie zu verstehen ist nicht schwer, man muss sich nur öffnen, den Blick schärfen und den Hund als Hund sehen, als Raubtier ohne die Fähigkeit zu sprechen.

 

Jeder kann lernen mit seinem Hund artgerecht zu kommunizieren, damit sein Hund ihm gerne folgt. Hunde brauchen nicht viel, aber sie brauchen die richtigen Dinge.

 

________________________________________________________________________________________________________

________________________________________________________________________________________________________

 

- Verhaltensanalyse bei auffälligen Hunden - Beratung - Korrektur ohne Hilfsmittel -

Kommunikation verbessern - lernen mit Belohnungssystem, gewaltfrei - Ernährungsberatung - Früherkennung von Problemen - stärken der Bindung zwischen Mensch & Hund - Welpenerziehung - uvm.